Bilker Allee – Trendiges Shoppen von Unterbilk bis Friedrichstadt

2. November 2011 | Von | Kategorie: Düsseldorf, Schaufenster

Die Bilker Allee ist 1,4 Kilometer lang und beginnt an der Bilker Kirche, führt durch den Stadtteil Unterbilk vorbei am Florapark, kreuzt die Elisabethstraße und die Friedrichstraße und endet in Friedrichstadt an der Kreuzung zur Corneliusstraße, wo sie in die Oberbilker Allee übergeht.

Beginnen wir also am Anfang, nämlich an der Bilker Kirche, die ja eigentlich Martinskirche heißt, aber so nennt sie kaum ein Düsseldorfer. Bekannt ist die Kirche den Einheimischen übrigens auch als Bilker Dom. Sie ist katholisch, gehört zur Pfarrei St. Martin und wurde nach schweren Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg in den Jahren 1951 bis 1952 als Basilika wieder aufgebaut. Rund um die Kirche hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert, viele neue Kneipen, Bistros und Restaurants sowie trendige, junge Geschäfte haben sich angesiedelt, es ist ein regelrechtes Szeneviertel entstanden. Auf der Gladbacher Straße hat vor einem Jahr Mooqui Marbles, ein individueller neuer Friseursalon, eröffnet und neben vielen, in Düsseldorf einzigartigen Geschäften auf der Lorettostraße wird der Weinliebhaber  im Bilker Weinhaus bestens beraten. Übrigens sind in letzter Zeit gerade junge Leute, sowohl Studenten wegen der Nähe zur Uni als auch Familien mit Kindern, wegen der immer noch vergleichsweise günstigen Wohnungen in dieses Viertel gezogen. Für sie ist oft auch wichtig, dass gut auf das eigene Auto verzichtet werden kann, denn die Anwohner haben die Straßenbahnlinien 708 und 709, die Buslinie 726 sowie den Nachtbus direkt vor der Haustür und kommen so mit dem öffentlichen Nahverkehr leicht überall hin. Das St. Martinus Krankenhaus ist auch gleich „um die Ecke“ und Ärzte und Physiotherapeuten sind im Viertel gut vertreten. Wenn „frau“ Lust auf Fitness hat, geht sie zum Mrs. Sporty Club in der Konkordiastraße.

Folgen wir nun der Bilker Allee in Richtung Florapark, finden wir auf beiden Straßenseiten zunächst sämtliche Geschäfte, die die Bewohner für ihren täglichen Bedarf benötigen. Neben Bankfilialen, einer Sparkassenfiliale, Bäckereien, Apotheken, einem Drogerie- und einem  Supermarkt bietet Onur Esen Feinkost, ein türkischer Supermarkt, eine unglaubliche Auswahl an Obst und Gemüse und die Metzgerei Röschl täglich wechselnden Mittagstisch und wunderbare, immer frisch belegte Brötchen. Das neue Handy kann im E-Plus-Shop gekauft werden. Auch für ein neues elektrisches Gerät muss man die Bilker Allee nicht verlassen, sondern kauft es bei Mono Elekronik. Modisch, stilsicher und auf höchstem Niveau arbeitet das Team vom Friseursalon Rapunzel, ausgefallene Schmuckstücke findet man – oder besser frau – bei Goldschmied Ulrich Nachtigall und außergewöhnliche Blumendekorationen bietet Michels Blumen an. Neben den vielen neuen und wirklich bemerkenswerten Geschäften haben sich aber auch alteingesessene Lokale gehalten, allen voran das Restaurant Zwölf Apostel. Hier bekommt man hervorragendes Essen zu fairen Preisen und es ist immer etwas los. Egal ob in geselliger Runde oder auch mal alleine, hier macht der Abend Spaß.

Auf unserem Weg entlang der Bilker Allee kommen wir nun zum Florapark, einer hübschen kleinen Parkanlage, die um das Jahr 1870 entstanden ist. Der Park verfügt unter anderem über einen kleinen Weiher, einen Kinderspielplatz und einen Hundeauslaufplatz. Außerdem gibt es in diesem historischen Park eine große Anzahl interessanter Bäume, sowohl einheimische als auch exotische. Ein Baumlehrpfad durch den Park gibt Auskunft über 31 verschiedene Baumarten. Und seit ein paar Jahren hat der Florapark auch wieder einen Gastronomiebetrieb. Aus dem ehemaligen Pumpenhäuschen ist die allseits beliebte Florabar entstanden, die mit sehr leckerer, gesunder Küche aufwartet. Hier hat sich im Laufe der Zeit ein Treffpunkt für Mütter mit Kindern entwickelt, aber auch ohne Nachwuchs fühlt man sich in der Florabar, zum Beispiel bei einem reichhaltigen Frühstück, sehr wohl.

Folgt man der Bilker Allee nun weiter Richtung der Kreuzung Corneliusstraße, findet man  zwei weitere, wirklich außergewöhnliche Geschäfte. Das eine hat erst im September dieses

Jahres neu eröffnet, nennt sich Impossible Partner Store und bietet alles rund um die analoge Sofortbildkunst, also Polaroidkameras und –filmen an, zukünftig soll es auch Workshops zum Thema geben. Das ist im Zeitalter der Digitalkameras bemerkenswert und wird sicher viele Interessierte anlocken. Und wann haben Sie eigentlich das letzte Mal von einem Kolonialwarenladen gehört? Das ist bestimmt schon viele Jahre her – wenn überhaupt, denn heutzutage kaufen wir im Supermarkt ein. Der Kolonialwarenladen war früher ein so genannter Gemischtwarenladen, d.h., es gab dort nicht nur Lebensmittel zu kaufen, sondern auch Seife oder Waschmittel, eben alles, was man für den Haushalt benötigte. Die Bilker Allee hat nun seit einiger Zeit den Kolonialwarenladen 2.0, dort können Sie entweder im Ladenlokal einkaufen oder die Waren per Internet bestellen und am nächsten Werktag dort abholen. Wer möchte, bekommt seine Bestellung innerhalb Düsseldorfs auch nach Hause oder ins Büro geliefert. Das Angebot ist riesig, von Cerealien über Zucker, Salz, Gebäck, Spirituosen oder Toilettenpapier und Spülmittel kann man alles kaufen, was im Haushalt benötigt wird. Auch diese Idee wird sicher bei den Düsseldorfern gut ankommen. So muss man sich nicht wundern, dass das gesamte Viertel rund um Unterbilk, Bilk und Friedrichstadt immer mehr zu einem richtigen Kiez mit einer gewachsenen Infrastruktur, Kneipen und Läden wird. Wer hier lebt, hat alles, was er benötigt direkt „vor der Tür“ und muss „seinen Kiez“ eigentlich gar nicht mehr verlassen. Es sei denn, man ist auf der Suche nach ausgefallenen Wohnaccessoires, dann lohnt sich ein kleiner Abstecher zur Merowingerstraße, um Teresa Vidal einen Besuch abzustatten. Sie bietet ausschließlich Einzelstücke und Kleinserien für außergewöhnliches Wohnen an – lassen Sie sich inspirieren.

 

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Ein Kommentar auf "Bilker Allee – Trendiges Shoppen von Unterbilk bis Friedrichstadt"

  1. Ulla Heißenberg sagt:

    Hallo, finde ich gut diese neue Zeitschrift. In der letzten Ausgabe mit “Bilker Allee” wird der Kolonialwarenladen 2.0
    erwähnt. Wäre schön, wenn auch die webadresse angegeben wäre zum einkaufen sozusagen. Finde bei google keinen Eintrag????

    danke

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